Fairer Handel

Neuer "Eine-Welt-Kiosk"


Um fair gehandelte Waren in Zukunft noch besser präsentieren zu können, gibt es seit Anfang des neuen Jahres einen flexiblen Verkaufsstand im Eingangsbereich unserer Kirche.
An Sonntagen mit Kirchkaffee ist dieser nach dem Gottesdienst geöffnet und bietet ein größeres Sortiment an fair gehandelten Produkten an. Neben Schokolade, Riegeln, Keksen, Nüssen, Kaffee und Tee gibt es auch eine kleine Auswahl Kunstgewerbe. Außerdem Informationsmateralien zu den Themen Globalisierung, Eine Welt und Gerechtigkeit zum Mitnehmen.

 

Was ist Fairer Handel?

Egal auf welchem Kontinent oder in welchem Land: Menschen wollen mit ihrer Arbeit mindestens so viel verdienen, dass sie davon leben können.
Wenn ein Bauer trotz harter körperlicher Arbeit seine Familie nicht ernähren kann, dann liegt das zum Teil auch an ungerechten Welthandelsstrukturen. Im Fairen Handel sind die Strukturen anders: Die Produkte werden zu fairen Bedingungen hergestellt und importiert. Im Mittelpunkt stehen die Produzentinnen und Produzenten, denn: Der Faire Handel ist mehr als Import und Vertrieb von Produkten. Er gibt den Menschen hinter den Produkten ein Gesicht. Ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern, ist das Ziel des Fairen Handels.

 
„Fairer Handel heißt für uns, dass wir Arbeit und Verdienstmöglichkeiten haben, so dass wir unsere Kinder zur Schule schicken können. Von unserem Verdienst haben wir in der Gruppe ein gemeinsames Konto angelegt, und wir alle entscheiden, wer davon einen Kredit bekommen kann. Wir wollen kein Mitleid, sondern Arbeit, die wir in Würde verrichten können. Wir haben nun auch eigene Arbeitsräume, wo die Arbeitsbedingungen gut sind.“
(Sunita, Schatzmeisterin der Gruppe Taja16, TARA Projects, Indien.) Aus: Die Wirkungen des Fairen Handels, S. 5


Beim Fairen Handel geht es nicht nur um den Warenhandel, sondern es geht auch darum, auf politischer Ebene für mehr Gerechtigkeit einzutreten. Zwar ist der Faire Handel nicht die Lösung für alle Probleme dieser Welt, aber er bietet benachteiligten Produzenten eine Möglichkeit, ihre Produkte unter fairen Bedingungen zu vermarkten.
In vielen Bereichen hat der Faire Handel Pionierarbeit geleistet und in der Bevölkerung ein Bewusstsein für kritischen Konsum geschaffen. Seit es vielen Menschen nicht mehr egal ist, wie ein Produkt entsteht, achten zunehmend mehr Firmen auf die Einhaltung von Sozialstandards.

Um diese wichtig Arbeit zu unterstützen, beziehen wir unseren Kaffee für das Seniorenfrühstück und dem Kirchkaffee schon seit längerer Zeit aus dem Fairen Handel. Margret Hille betreut unseren Stand und steht auch gerne für weitere Infos zur Verfügung.
Bitte schauen Sie vorbei, machen Sie Gebrauch von dem Angebot und helfen Sie mit, den Fairen Handel zu unterstützen.

Die GEPA steht mit ihrem Namen dafür ein, dass die Kriterien des Fairen Handels eingehalten werden. Wir kennen die Menschen, mit denen wir handeln – manche bereits jahrzehntelang. Fairer Handel ist unser zentraler Unternehmenszweck, unsere Gesellschafter sind kirchliche Entwicklungsorganisationen und Jugendverbände. Die GEPA verwendet Gewinne ausschließlich für die Ziele des Fairen Handels.